Boeing wird 2026 voraussichtlich weniger als 500 Flugzeuge der 737-Familie ausliefern. Finanzvorstand Jay Malave bestätigte während der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse, dass das Jahresziel verfehlt wird. Der Grund ist die verzögerte Stabilisierung der 737-Produktion, insbesondere bei der Flügelfertigung. Boeing erwartet nun, eine nachhaltige Rate von 47 Flugzeugen pro Monat erst Anfang 2027 zu erreichen.
Im dritten Quartal lieferte Boeing 124 737 aus, nach neun Monaten waren es 367. Um das Ziel von 500 Flugzeugen zu erreichen, hätte der Konzern im vierten Quartal rund 133 Maschinen ausliefern müssen. Eine präzise neue Jahresprognose nannte Boeing nicht.
Vorstandschef Kelly Ortberg erklärte, die Flügelproduktion habe bislang noch keinen dauerhaft höheren Ausstoß erreicht. Die Stabilisierung des gesamten Produktionssystems umfasst zudem die 737-Endmontage, die neue North Line in Everett im Bundesstaat Washington sowie die Rumpffertigung im früheren Spirit-AeroSystems-Werk in Wichita, Kansas. Boeing will zunächst stabile Abläufe sicherstellen, bevor die Produktion weiter erhöht wird.
Der nächste Schritt auf 52 Flugzeuge pro Monat ist für die zweite Hälfte von 2027 vorgesehen. Boeing hatte die Rate von 47 Maschinen ursprünglich bereits für den Sommer 2026 angepeilt. Die Verzögerung belastet die Planung von Fluggesellschaften und Zulieferern; die Boeing-Aktie verlor nach der Bekanntgabe zeitweise fast 10 Prozent.