ACI Europe und Partner fordern klare EU-Regeln für freiwillige Biometrie

ACI Europe, IATA, Amadeus, IDEMIA Public Security and SITA haben in Genf die Responsible Biometrics Travel Industry Coalition gegründet und rufen EU-Entscheidungsträger dazu auf, den Digital Omnibus so auszugestalten, dass freiwillige und sichere biometrische Prozesse im Reiseverkehr möglich bleiben. Die Gruppe warnt, dass die geplanten Regeln unbeabsichtigt die Nutzung von Biometrie durch Passagiere in Europa einschränken könnten, und verlangt technikneutrale Vorschriften mit klaren Alternativen ohne Biometrie.

Parallel dazu veröffentlichte die Allianz das Manifest Advancing Responsible Biometrics in Europe. Darin fordert sie klarere rechtliche Rahmenbedingungen für biometrische Daten und deren verantwortungsvolle Anwendung im Reiseverkehr. Nach Ansicht der Branche sollte Biometrie freiwillig, sicher und auf eine definierte Reise beschränkt bleiben. Zugleich müssten starke Datenschutzvorgaben gelten, darunter die Möglichkeit für Fluggäste, sich abzumelden oder ihre Daten löschen zu lassen.

Der Vorstoss richtet sich gegen den Hintergrund des von der Europäischen Kommission geplanten Digital Omnibus, mit dem das EU-Digitalrecht vereinfacht und Innovation sowie Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden sollen. Für Flughäfen, Fluggesellschaften und Anbieter von Reisetstechnologie geht es damit um die künftigen Spielregeln für biometrische Identitätsprüfungen im europäischen Luftverkehr.