Boeing hat seinen Nettoverlust im dritten Quartal deutlich reduziert, blieb im Geschäft mit Verkehrsflugzeugen jedoch tief in den roten Zahlen. Der Umsatz stieg um 4 Prozent auf 24,188 Milliarden US-Dollar, während der GAAP-Nettoverlust von 5,339 Milliarden auf 116 Millionen US-Dollar sank. Boeing Commercial Airplanes lieferte 161 Flugzeuge aus, erzielte aber bei 10,7 Milliarden US-Dollar Umsatz einen operativen Verlust von 697 Millionen US-Dollar.
Der bereinigte Verlust je Aktie lag bei 0,34 US-Dollar. Der operative Cashflow erreichte 1,5 Milliarden US-Dollar, der Free Cashflow rund 0,5 Milliarden US-Dollar. Die Verbesserung auf Konzernebene wurde vor allem von Boeing Defense, Space & Security sowie Boeing Global Services getragen. Die operative Marge des Verteidigungs- und Raumfahrtgeschäfts stieg von 1,7 auf 6,2 Prozent; Global Services erzielte einen operativen Gewinn von rund 1 Milliarde US-Dollar und eine Marge von 18,3 Prozent.
Bei Commercial Airplanes belasteten ein ungünstigerer Auslieferungsmix, höhere erwartete Kosten für künftige Produktionsanpassungen und steigende Lieferkettenkosten. Triebwerksengpässe erschwerten eine schnellere Steigerung der Produktionsraten für 737 MAX und 787. Der Auftragsbestand erreichte konzernweit den Rekordwert von 745 Milliarden US-Dollar.
Boeing verfügte am Quartalsende weiterhin über eine Nettoverschuldung von rund 25,2 Milliarden US-Dollar. Die erste Auslieferung der 777X wird weiterhin für 2027 erwartet. Zugleich erhielt Boeing die Zertifizierung für die 737 MAX 7 und MAX 10, nachdem sich die Programme wiederholt verzögert hatten.